Met – Honigwein – Das Gold der Götter
Was den Kelten die Trinkhörner füllte ist noch heute ein Getränk von höchster Beliebtheit. Ein flüssiges Gold, dass Kultstatus genießt. Die Rede ist von Met, auch Honigwein genannt. Ein äußerst schmackhafter Wein auf der Basis von Honig und Wasser.
Die Geschichte des Honigweins reicht weit in die Vergangenheit zurück. Unabhängig voneinander erkannten bereits die Ägypter sowie asiatische Völker den unvergleichlichen Nutzen des Gemischs. Was ursprünglich zu Konservierungszwecken genutzt wurde, erlebte seine Blütezeit dann später in den Kulturen der nordischen Stämme. Als „Blut der Götter“ wurde es nicht nur auf ausgelassenen Feiern ausgiebig verzehrt, sondern kam auch bei Opferzeremonien regelmäßig zum Einsatz. Mit dem Mittelalter goss man dann zunehmend das leichter herzustellende Bier in die Tonkelche Europas. Zwar hat der Honigwein über die Jahre seinen Charme nicht verloren, aber die Verbreitung ist heute eher auf vereinzelte Szenen beschränkt. Met trinkt es sich heute in der Regel in mittelalterlich orientierten Szenen. Häufig wird es mit der Musikrichtung Metal oder mit Rollenspielern assoziiert.
Wer sich vom Fieber packen lassen möchte und über die Herstellung nachsinnt, sollte dazu ein paar Kleinigkeiten wissen. Met besteht im Wesentlichen aus Wasser, Honig und Hefe. Die Honigmenge bestimmt implizit den enthaltenen Zuckeranteil, welcher wiederum auf den Gärungsprozess einwirkt. Grundsätzlich gilt: je weniger Zucker, desto leichter gärt das Bräu; je höher der Zuckeranteil, desto länger dauert die Gärung und die Herstellung von Met. Ist der Vorgang erst einmal in Gang gesetzt, sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur von 15 °C nicht unterschritten wird. Zum Schluss wird die Hefe abgeschöpft und ein frischer, wohlschmeckender Honigwein wartet darauf genossen zu werden.
