Das Monster lebt – Indiegiganten unter sich

Erstellt von: Prolifestyle.de  :  Kategorie: Musik

Letzten Monat kam ein Album raus, welches man getrost als eines der besten dieses Jahres bezeichnen kann: es ist das gleichnamige Debut-Album des Alternative Folk-Dream Teams „Monsters of Folk“. Die Idee für diese Band entstand im Jahr 2004 als “An Evening with: Bright Eyes, Jim James and M. Ward” durch die amerikanischen Konzertsäle tingelte und Indie-Fans in wahre Begeisterungsstürme versetzte. Nun setzten sich die vier genialen Köpfe zusammen und kreierten ein kleines Meisterwerk. Unter der Regie von Bright Eyes-Musiker und Produzent Mike Mogis (u.a. Rilo Kiley, Lightspeed Champion, Tilly And The Wall) machten sich die drei Giganten der zeitgenössischen Alternative-Folk und Singer/Songwriter-Szene Bright Eyes-Mastermind Conor Oberst (Conor Oberst and the Mystic Valley Band), Jim James (My Morning Jacket) und M. Ward (u.a. She & Him mit Zooey Deschanel) auf und schufen „Monsters of Folk“. Der Titel ist eine Kreation der Fans, die die Konzertreihe im Jahr 2004 mit diesem Zusatztitel versahen.

Das die Verwirklichung des Albums so lange gedauert hat, liegt an den verschiedenen Solo- und Bandprojekten der einzelnen Mitglieder. Dennoch hat sich die Wartezeit mehr als gelohnt. In Teamarbeit entstanden verschiedene Songideen, vielstimmige Songparts und einzigartige Melodien, sodass in zwei Aufnahme-Sessions dieses ungewöhnliche Album herauskam.

Das Album mit seinen 15 Tracks erinnert irgendwie an die Traveling Wilburys (zur Erinnerung die Supergroup aus George Harrison, Jeff Lynne, Roy Orbison, Tom Petty und Bob Dylan)und ist mit vielen Facetten von Folk, Country, Americana, aber auch zurückgelehnten Synthie-Einlagen bestückt, die sich mit den organischen Instrumenten zu einer großen Klangfülle vereinen. Besonderen Hörgenuss bieten die vielstimmigen Gesangsparts, aber auch die Einzelstimmen lassen sich hören. Jeder Sänger hat auf dem Album eigenen Raum, welcher immer wieder von akustischen und rhythmischen Akzenten unterbrochen wird. Das Album eröffnet James mit der souligen Nummer „Dear God“, aber auch der Country kommt mit “The Right Place”oder “Goodway” nicht zu kurz, ebenso wie der Folkrock mit „Losin’ Yo’ Head”. Gute Laune verbreitet „Baby Boomer“. Allen M. Ward-Fans seien “Slow Down Jo” und “The Sandman” empfohlen. „Monsters of Folk“ ist eine gelungene Mischung zwischen den Vorlieben der Protagonisten und einem sympathischen Wir-Gefühl, das man immer wieder erleben möchte.